Archiv: Dezember 2020

Steht die 100-prozentige Beitragsgarantie in der Lebensversicherung vor dem Aus?

29.12.2020 | Steht die 100-prozentige Beitragsgarantie in der Lebensversicherung vor dem Aus?

Mit Allianz und Ergo haben zwei Branchen-Schwergewichte angekündigt, sich aus dem Geschäft mit Lebensversicherungen mit vollumfänglicher Beitragsgarantie zurückziehen zu wollen. Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld sehen die Versicherer keine Basis für die traditionelle LV-Police mehr. „Klassische Lebensversicherungen mit Garantieverzinsung werden aus Kunden- und Unternehmenssicht immer unattraktiver“, erklärte Ergo-Vorstandschef Markus Rieß im Handelsblatt-Interview. Die 100-prozentige Beitragsgarantie „hat sich überlebt“. Bereits mit Anbruch des neuen Jahres möchte die Allianz keine entsprechenden Verträge mehr anbieten, wenn es nicht wie bei Riester-Produkten vorgeschrieben ist. Stattdessen möchte der Branchenprimus seinen Kunden „Lösungen mit zeitgemäßen Garantien … von mindestens 90, 80 oder 60 Prozent der gezahlten Beiträge“ schmackhaft machen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Dadurch entstehe mehr Freiheit bei der Geldanlage, die sich am Ende in einer höheren Verzinsung des Kapitals auszahlen könne. Neben den beiden Großversicherern schwenken auch viele kleinere Anbieter in den letzten Jahren vermehrt auf variablere Garantiemodelle mit chancenreicheren Anlagen um.  
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Deutsche verschenken jährlich 404 Euro pro Kopf – durch falsches Sparen

22.12.2020 | Deutsche verschenken jährlich 404 Euro pro Kopf – durch falsches Sparen

Dass die Niedrigzinsen quasi jede und jeden etwas angehen, ist noch nicht überall ins Bewusstsein eingesickert. Zumindest ließe sich damit erklären, dass die Deutschen nach wie vor höchst suboptimal sparen, nämlich gern mit Sparbüchern und Tagesgeldkonten. Dort gibt es praktisch keine Zinsen mehr – das Geld verliert durch die Inflation an Kaufkraft, das Vermögen schrumpft also de facto. Laut einer aktuellen Studie einer Großbank verlieren die Bundesbürger durch diese unverbrüchliche Liebe zum Sparbuch im Durchschnitt pro Jahr und Kopf etwa 404 Euro. Andere Nationen lassen ihr Geld wesentlich effektiver für sich arbeiten, nämlich an den Kapitalmärkten, ohne bei einer Wirtschaftskrise oder einem Börsencrash gleich zu verarmen. Immerhin scheint die Offenheit gegenüber einem Engagement in Wertpapieren hierzulande zu wachsen, wie jüngere Umfragen belegen. Das ist auch deshalb begrüßenswert, weil die Rentenlücke mittel- und langfristig immer größer – und der private Spar- und Vorsorgebedarf damit höher – wird.
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Auto getunt? Versicherer informiert?

17.12.2020 | Auto getunt? Versicherer informiert?

Ob imposantere Bereifung, Chiptuning, Sportgrill oder Doppelauspuff: Die Deutschen verleihen ihrem Auto gern eine Extranote. Mal geht es um mehr Motorleistung, mal um die Optik. Was viele Kfz-Halter nicht wissen: Wer sein Auto tunt, bewegt sich schnell in einer rechtlichen Grauzone. Sowohl die Betriebszulassung als auch der Versicherungsschutz können auf dem Spiel stehen. Eventuelle Änderungen müssen daher zum einen vom TÜV abgenommen und in die Papiere eingetragen werden, bevor der Wagen auf die Straße darf. Ohne die damit erteilte Betriebserlaubnis drohen nicht nur Bußgelder und Stilllegung, sondern auch der Wegfall des Haftpflicht- und Kasko-Versicherungsschutzes. Achtung: Auch eine dem anmontierten Teil beiliegende EG-Typengenehmigung bürgt nicht unbedingt für Zulassungsfreiheit. Zum anderen sollte der Versicherer über Tuning-Veränderungen am Fahrzeug informiert werden. Die Prämie wird dann häufig angepasst, da das Auto nicht mehr dem Typenlisten-Standard entspricht. Gerade bei einer erhöhten Motorleistung steigt naturgemäß das Risiko eines Schadens, worüber Versicherer Bescheid wissen müssen – andernfalls droht auch hier eine Leistungsverweigerung.
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Ein Fünftel weniger Naturkatastrophen-Schäden als im langjährigen Mittel

03.12.2020 | Ein Fünftel weniger Naturkatastrophen-Schäden als im langjährigen Mittel

Wie der aktuelle Naturgefahrenreport offenbart, haben die Naturgewalten im vergangenen Jahr in Deutschland weniger stark zugeschlagen als üblich. Mit einer (versicherten) Schadenssumme von rund drei Milliarden Euro fiel das Schadensvolumen laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) um rund 20 Prozent geringer aus als im langjährigen Mittel. Etwa ein Zehntel der Schäden entfiel auf Elementargefahren wie Hochwasser/Starkregen oder Erdrutsche, der Löwenanteil ging mit 2,7 Milliarden Euro auf Sturm und Hagel zurück. Dabei sorgten einige wenige Extremwetter für jeweils beträchtliches Unheil, insbesondere in der ersten Jahreshälfte und in der Kfz-Versicherung. So richteten Hagelschauer allein im Juni rund 400 Millionen Euro an Fahrzeugschäden an – damit gehört diese Unwetterserie zu den Negativ-Top-Ten der letzten gut 35 Jahre. „2019 hat erneut gezeigt, zu welchen Extremen das Wetter neigt“, kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Angesichts der erwarteten Zunahme an Extremwetterereignissen warnt er vor verbreiteten Versicherungslücken: Nur circa 45 Prozent der Gebäude in Deutschland sind finanziell gegen Elementarschäden gewappnet.
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Überhitzen die Immobilienmärkte in München und Frankfurt?

01.12.2020 | Überhitzen die Immobilienmärkte in München und Frankfurt?

Die Immobilienpreise klettern auch in Pandemiezeiten unaufhörlich weiter – zumindest die für Wohnimmobilien. Kein Wunder: Das eigene Heim hat als Rückzugsraum an Bedeutung gewonnen, zudem arbeiten immer mehr Menschen zu Hause und brauchen entsprechende (größere) Räumlichkeiten. Im ersten Quartal dieses Jahres verteuerten sich Eigentumswohnungen in den sieben größten deutschen Städten im Schnitt um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Laut einer Studie der Schweizer Großbank UBS, die jährlich die Wohnimmobilienmärkte in 25 Metropolen weltweit auswertet, führt diese Entwicklung in zwei deutschen Großstädten zu einem bedenklichen Blasenrisiko: München und Frankfurt am Main landen diesbezüglich auf den ersten beiden Rängen, vor Toronto, Hongkong und Paris. Für München ist diese unselige Topplatzierung nicht neu. Frankfurt allerdings rangierte im letzten Jahr noch auf dem fünften Platz, hier ist das Blasenrisiko also besonders stark gewachsen. Die Studienautoren vergeben einen Score: zwischen 0,5 und 1,5 Punkten gilt ein Markt als überbewertet, darüber als überhitzt. München kommt nach 2,01 im Vorjahr aktuell auf 2,35 – Frankfurts Score sprang von 1,71 auf 2,26. Alle anderen untersuchten Metropolmärkte liegen unter 2.
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